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Die vielen Gesichter der Maria Montessori

31. August 1870: Maria Montessori wird in Chiaravalle, Italien geboren.
1896: Sie schließt ihr Medizinstudium mit Promotion ab und wird damit zu einer der ersten Ärztin Italiens.
1896 bis 1898: Maria sammelt erste Erfahrungen im Umgang mit geistig behinderten Kindern als Assisten­zärztin in der Kinderabteilung einer psychiatrischen Klinik in Rom. Hier gewinnt sie die Erkenntnis, dass alle Kinder (unabhängig, ob behindert oder nicht) einen Eigenantrieb zum Lernen haben. Basierend darauf entwickelt sie kindgerechte Materialien und Möbel.
1898: Maria Montessori bringt ihren Sohn Mario zur Welt, der Vater ist ihr Kollege Dr. Giuseppe Montesano. Das Kind ist unehelich, was zu dieser Zeit verpönt war. Um diesen privaten Abschnitt ihres Lebens ranken sich viele Vermutungen. Tatsache bleibt, dass Maria sich zugunsten der Pädagogik gegen Ehe und Mutterschaft entscheidet. Mario wächst zunächst bei Pflegeeltern aus. Erst nach 15 Jahren nimmt Maria ihren Sohn zu sich und von da an verband sie eine innige Beziehung bis über ihren Tod hinaus.
1907: Eröffnung des Casa dei Bambini (Tagesheim für Kinder in einem Elendsviertel von Rom). Maria schafft eine vorbereitete Umgebung für die Kinder und beobachtet diese im Umgang mit den, von ihr selbst entwickelten, Materialien. Sie schult Erzieherinnen, welche die Kinder zum selbständi­gen Tun animieren sollen.
1909: Marias erstes Buch „Il Metodo“ erscheint (dieses wurde in 20 Sprachen übersetzt). Maria entwickelt unaufhaltsam weitere Materialien auch für ältere Kinder und reist für Vorträge und Kongresse auf der ganzen Welt umher und verbreitet ihre Methode immer weiter.
1939 bis 1946: Zusammen mit ihrem Sohn flieht Maria bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges vor dem Faschismus nach Indien. In dies­er Zeit baut sie ein großes Netzwerk auf und es entsteht eine starke indische Montessori-Bewegung.
1946: Maria kehrt nach Europa zurück und steht vor ihrem nahezu vernichteten Werk. Mit viel Mühe sowie vielen Reisen und Vorträgen lässt sie ihr Lebenswerk wieder aufblühen.
1949: Nominierung für den Friedensnobelpreis (erneut 1950 und 1951); Ehrung durch die Sorbonne (Paris) mit dem Kreuz der Ehrenlegion.
6. Mai 1952: Maria stirbt in Noordwijk aan Zee, Niederlande

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