informationstag13012018 

Montessori-Hort

1. Entstehung und Leitgedanke

 

Seit 1991 – mit Beginn der Montessori-Schule im Raum Würzburg – besteht der Montessori-Hort, den Schülerinnen und Schüler im Alter von 5 bis 14 Jahren besuchen. Von engagierten Eltern als Elterninitiative gegründet, orientiert sich die professionelle Montessori-Hortarbeit an den wissenschaftlich fundierten Qualitätsstandards und den Empfehlungen für die pädagogische Arbeit in bayerischen Horten.
Träger des Montessori-Horts ist der Montessori-Trägerverein Würzburg e.V.
„Hilf mir es selbst zu tun", ein zentraler Leitsatz der Montessori-Pädagogik, ist charakteristisch für den Hortalltag, den Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen gestalten und erleben.
Das pädagogische Team unterstützt die Kinder darin, sich die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen, um im Leben gut zurechtzukommen. Eine ganzheitliche Sicht auf die Kinder trägt dazu bei, die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes wahrzunehmen und Struktur und Angebote im Hortalltag danach auszurichten.

 

2. Montessori-Hort

 

Im Rahmen des von dem Montessori-Trägerverein initiierten Strategieprozesses zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Montessori-Einrichtungen wurde auch im Bereich der Hortarbeit intensive Konzeptarbeit betrieben. Unter Einbezug von PädagogInnen aus dem Hort- und Schulbereich, Vorstand, Eltern und Kindern wurden mit Beginn des Schuljahres 2009/10 das Konzept der Hortklasse eingerichtet. Eine professionelle Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort, um ganztägig Erziehung, Bildung und Betreuung zu ermöglichen ist das Ziel der Hortklasse.

 

2.1 Pädagogischer Auftrag des Montessori-Horts

 

Eltern, die ihr Kind an der Montessori-Schule anmelden, haben die Möglichkeit, sich auch gleichzeitig für eine ganztägige Hortbetreuung zu entscheiden. Je nach Altersstufe gibt es derzeit zwei Möglichkeiten:

 

Kinder, die die PI-Stufe (1. bis 3. Klasse) besuchen, können sich in der jahrgangsgemischten Hortklasse anmelden. Es gibt hierfür zwei mögliche Buchungszeiten: 15-20h pro Woche oder 20-25h pro Woche. Die Hortklasse hat als rhythmisierte Ganztagsklasse eine verbindliche Zeitvorgabe, in der die Kinder als Klasse und Gruppe zusammen lernen und spielen. (siehe Stundenplan Hortklasse)

 

Kinder, die die PII-Stufe (4. bis 6. Klasse) besuchen können sich für die Zeit nach Unterrichtsschluss ab 12.45Uhr, sowie zur Frühbetreuung vor Unterrichtsbeginn und für die Ferienbetreuungszeiten anmelden. Es gibt hierfür drei mögliche Buchungszeiten: 5-10h pro Woche, 10-15h pro Woche oder 15-20h pro Woche.

 

Der Montessori-Hort verfolgt einen integrativen Ansatz. So werden Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam gebildet, erzogen und betreut. In Kooperation mit der Christophorus-Schule, Förderzentrum mit Schwerpunkt Förderung der geistigen Entwicklung, besteht bereits seit 1998 ein Außenklassenmodell mit der Montessori-Schule. Von der Einbindung von Menschen mit Behinderung profitieren alle Kinder, ErzieherInnen und Eltern. „Anders sein" ist Normalität, Akzeptanz und Respekt voreinander sind wichtige Lernschritte für alle. Der Hortalltag wird gemeinsam bewältigt, Angebote und Aktivitäten stehen allen Kindern offen.
Daher finden sich im Montessori-Hort Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und unterschiedlichem Unterstützungsbedarf:
• Ruhigere, zurückgezogene Kinder treffen auf quirlige Kinder mit viel Bewegungsbedarf
• Ältere Kinder treffen auf jüngere Kinder
• Selbständige Kinder treffen auf Kinder, die mehr Unterstützung brauchen
• Ein wichtiger Leitsatz, an dem die Montessori-Pädagogik im Hort ausgerichtet ist, bildet eine Kernaussage von Maria Montessori:
• "Der Weg, auf dem die Schwächen sich stärken ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen."

 

- Stärkung der sozialen Kompetenzen

 

Damit ein gutes soziales Miteinander gelingen kann, sind für die PädagogInnen besonders folgende Zielsetzungen relevant:
* Für Übersichtlichkeit sorgen
Ein überschaubarer, klar strukturierter Tagesablauf und klare Zuständigkeiten der pädagogischen MitarbeiterInnen sind für die Kinder wichtig, um den Alltag im Hort als Lern- und Lebensraum sinnvoll zu gestalten.
* Verantwortung für klare Regeln und deren Einhaltung übernehmen
Regeln und Verhaltensweisen werden immer wieder – auch im Hinblick auf die veränderten Bedingungen im Hortalltag - zusammen mit den Kindern besprochen und für eine verbindliche Einhaltung gesorgt. Die Kinder üben mit Unterstützung der ErzieherInnen freundliche, faire und für alle gültige Kommunikationsformen ein. Treten, Schlagen, Beissen etc. wird nicht geduldet.
* Konfliktlösungsstrategien trainieren
Mit Unterstützung der ErzieherInnen reflektieren die Kinder strittige Situationen, versuchen ihre Gefühle und die des Gegenübers wahrzunehmen und zu erkennen und zu einer zufriedenstellenden Konfliktlösung für alle Beteiligten zu kommen. Eine eigenverantwortliche Konfliktklärung bzw. die Prävention und Verminderung von Konflikten ist ein längerfristiges Ziel.
* Angebote schaffen, die den Bedürfnissen der Kinder entgegenkommen
Durch die vielfältigen Möglichkeiten der Horträume und die unterschiedlichen Fähigkeiten der Kinder und der MitarbeiterInnen gelingt es immer wieder, Angebote zu schaffen, die inhaltlich und thematisch an den Bedürfnissen der Kinder anknüpfen. Dies geschieht u.a. durch Einzel- und Gruppengespräche, offene und gezielte Angebote, Projektarbeit, Ausflüge, Themenwochen.
Durch das Hortklassenkonzept sind die Kinder über einen längeren Zeitraum zusammen, sie lernen sich besser kennen und der Aufbau von Freundschaften wird unterstützt. Soziale Kompetenzen wie Empathie, Rücksichtnahme und Kommunikationsfähigkeit können dadurch besser gefördert werden

 

- Stärkung der personalen Kompetenzen

 

Kinder kommen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten in den Hort. Für die PädagogInnen bedeutet das, jedes Kind in seiner Vielfältigkeit wahrzunehmen und individuelle Möglichkeiten zu finden, um persönliche Lebenskompetenzen zu stärken.

Die Pädagogik im Montessori-Hort orientiert sich dabei an den Stärken der Kinder. Sie sind eine wichtige Ressource, um weitere Entwicklungsschritte zu trainieren und einzelne Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern.

Besonders hervorzuheben sind folgende Schwerpunkte:
* Aufbau eines positiven Selbstwerts und Selbstbewusstsein
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Gefühlswelt und dem eigenen Körper ist für jedes Kind eine tägliche neue Herausforderung. Einzelgespräche oder Austausch in vertrauten Bezugsgruppen helfen dabei, schwierige Situationen zu bewältigen. Körperkontakt wie auf den Schoß nehmen, trösten oder im Toberaum catchen ist ein weiterer Zugang, um Kinder zu befähigen, ihre emotionalen Bedürfnisse wahrzunehmen.
* Förderung zur Selbständigkeit
Frei-Zeit organisieren, Langeweile aushalten, Busfahren lernen, in der Kindergruppe ein wichtiges Thema einbringen, schulische Themen am Nachmittag vertiefen, für andere Kinder ein Angebot planen und durchführen – die Kinder haben vielfältige Möglichkeiten, den Hortalltag eigenverantwortlich mitzugestalten, ihre Ideen und Meinungen einzubringen und umzusetzen.

 

2.2 Hortklasse – Struktur

 

- Tägliche Frühbetreuung von 7.25 – 8.10 Uhr


Die Kinder, die im Hort angemeldet sind, können ab 7.25Uhr im Montessori-Hort ankommen und werden dort von einer ErzieherIn betreut. Sie können in ruhiger Atmosphäre frühstücken, ihre Freunde treffen, spielen, lesen und das, was sie bewegt, loswerden. Die ErzieherInnen nehmen sich Zeit für die Kinder, stehen aber auch gerade für neue Horteltern als AnsprechpartnerInnen für Tür- und Angelgespräche zur Verfügung.
- Unterrichtszeiten bis zum Mittagessen
Im Klassenverband der Hortklasse Primaria I arbeiten die Kinder von in der Regel von 8.10Uhr bis zur Mittagspause um 12.15Uhr, freitags bis 12.45Uhr. Verschiedene Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Fachunterricht und gebundener Unterricht wechseln sich dabei ab. Ebenso findet einmal in der Woche ein zusätzliches Freizeitangebot am Vormittag (Mittagskurs) statt.
Die Hortkinder der PII-Stufe sind in ihrem jeweiligen Klassenverband bis 12.45Uhr und besuchen im Anschluss den Hort.


- Mittagessenszeit und Freispiel


Die PI-Hortklassenkinder decken zusammen mit einer HorterzieherIn die Tische in der Mensa und bereiten das Mittagessen vor. Eine klare Struktur mit festen Tischgruppen und HorterzieherInnen, die die Kinder beim Mittagessen am Tisch unterstützen sorgen für Übersichtlichkeit.
Die Kinder machen praktische „Übungen des täglichen Lebens" – ein wesentlicher Bestandteil der Montessori-Pädagogik. Geschirr und Besteck ordentlich auf den Tisch legen, Teller und Schüsseln für die jeweilige Tischgruppe bereitstellen, abdecken, Tische abwischen und die Stühle zurechtrücken – von der 1. bis zur 3. Klasse sind alle Kinder abwechselnd in den Tischdienst einbezogen.
Die PII-Hortkinder kommen nach Unterrichtsende in die Mensa, holen an der Essensausgabe ihr Mittagessen und setzen sich mit den anderen Hortkindern an die Tische. Eine Horterzieherin begleitet die Kinder beim Essen, ist Ansprechpartnerin für Gespräche und unterstützt den Übergang von Schule zur Hortzeit.
Im Anschluss an das Mittagessen haben die Kinder Freispielzeit, in der vor allem Bewegungsangebote gefragt sind. Fußballspielen im Freien oder in der Turnhalle, Bewegungsbaustelle und Lauf- und Fangspiele gehören ebenso dazu wie Aktivitäten an der Kletterwand und im Toberaum oder beim Tischkickern. Auch der Pausehof steht für diverse Angebote wie Sandspiele, Stelzen laufen, Versteckspiele zur Verfügung.
Kinder, die die Mittagszeit lieber ruhiger verbringen möchten finden in den Bauecken und im Traumland ein ruhiges Plätzchen; Rollenspiele im Hochbau mit kleiner Wohnung und Kaufladen oder Verkleidungszimmer sind ebenso begehrte Orte für die offene Freispielzeit.


-Vertiefungszeit am Nachmittag


Am Nachmittag besteht die Möglichkeit einer Vertiefungszeit bzw. je nach Stundenplan findet Nachmittagsunterricht statt, der von den HorterzieherInnen mitbegleitet wird. Eine allgemeine tägliche Hausaufgabenzeit für alle Kinder gibt es nicht. Dafür bietet die Freiarbeit am Nachmittag sowie Arbeitsfelder, die klassenspezifische Projektthemen aufgreifen und vertiefen ein Ineinandergreifen von Schul- und Hortaktivitäten.


- Freizeitangebote am Nachmittag: Ausflüge und Gruppenangebote


An den einzelnen Nachmittagen finden verschiedene Freizeitaktivitäten statt. Dabei ist der Dienstag und Donnerstag-Nachmittag ein Horttag, an dem Zeit bleibt, um in kleineren Gruppen – je nach Alter der Kinder, Jahreszeit und Thema - Ausflüge in die nähere Umgebung durchzuführen. Dazu gehören:

  • Schwimmen im Nautiland
  • Ausflug zur Kinder- und Jugendfarm
  • Ausflug zur Zeller Obstbaumwiese und Schlucht
  • Bücherei
  • Schlittschuhlaufen
  • Fahrradfahren am Mainradweg
  • Ausflüge zu diversen Spielplätzen
    Bei den Ausflügen sind nicht nur Spaß und ein positives soziale Miteinander wichtig. Ein weiteres Ziel ist auch, dass die Kinder im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Würzburg selbständig werden und sich ihre räumliche Orientierung verbessert.
    In den Horträumen können die Kinder wählen zwischen Freispiel und Gruppenangeboten, die ebenfalls nach Alter, Interesse der Kinder und Projektthemen variieren. Beispiele hierfür sind:
  • Jahreszeitliche Bastelangebote
  • Werken
  • Musik machen
  • Gesellschaftsspiele
  • Traumreisen
  •  hauswirtschaftliche Angebote

 

Besondere Aktionen und Aktivitäten

 

  • Ausflüge in den Wald
  • ganztägige Ferienbetreuung (Buß- und Bettag, Herbstferien, Fasching, Ostern, Pfingsten, Sommer)
  • Ferienprojektwoche (z.B. Zirkus-Projekt)
  • Mehrtägige Ferienfreizeit (Hortzeltlager)

 

Beispiel eines Wochenplans der Primaria I-Hortklasse (1. bis 3. Jahrgangsstufe)

hortplan

 

Anmerkungen zum Stundenplan der Hortklasse:
Die grünen Felder sind die Zeiten im Stundenplan, die als Hortzeiten anzusehen sind.
Die blauen Felder sind die Zeiten, die als Unterrichtszeiten zu betrachten sind. Grüne und blaue Felder zusammen bilden die verbindlichen Kernzeiten der Hortklasse, die für alle Kinder verpflichtende Anwesenheitszeiten sind. Die gelben Felder sind zusätzlich zu den Kernzeiten als Betreuungszeiten im Hort buchbar.
Im monatlichen Hortpreis von 125,-€ (55,- € Verpflegung inkl.) pro Monat sind alle Kernzeiten (grüne und blaue Felder), sowie bis zu 5 zusätzlich flexibel buchbare Betreuungsstunden (gelbe Felder) erhalten.
Bei mehr als 5 Stunden zusätzlicher Betreuungszeit (gelbe Felder) fällt der erhöhte Hortbeitrag von 135,-€ (55,- € Verpflegung inkl.) pro Monat an.

 

3. Räume und Plätze


Für die Kinder stehen in der Hortzeit folgende Räume zur Verfügung:

 

  • Gruppenraum mit Basteltisch, Bauecken und Küchenzeile
  • Traumland als Lesezimmer und Rückzugsraum
  • Flüsternest mit Verkleidungsecke
  • Hochbau mit Kaufladen und Puppenwohnung
  • Aktionszimmer mit Kletterwand, Bewegungselementen und Matratze
  • Toberaum mit Matratzen und Kissen zum Höhlenbauen
  • Kickerzimmer
  • Hortflur mit Holzeinbauten mit Spieletisch und Rückzugsecken
  • Toiletten für Jungs und Mädchen

 

Die ErzieherInnen nutzen das Hortbüro mit PC und Telefon zur Erledigung von Verwaltungsaufgaben.
Indem sich Montessori-Hort und –Schule im gleichen Gebäude befinden, können die Hortkinder diverse Räume der Schule mitnutzen, vor allem das Außengelände mit Schulgarten, Fußballplatz, Sandkasten, Weidenhaus, Kletterhaus mit Rutsche, sowie den Hartplatz zum Fahrrad-, Inliner- und Kettcar-Fahren.
Auch die Turnhalle steht zeitweise für die Hortkinder zur Verfügung, ebenso wie Werk- und Kunsträume sowie Garderobe und Schuhfächer.
Mittagessen findet in der Mensa statt, die bei Bedarf bei grösseren Veranstaltungen (Elternabende, Feste) mit dem Theaterraum als Festsaal genutzt werden kann.

 

4. Essen und Verpflegung


Eine ausgewogene und gesunde Ernährung für die Kinder ist ein wichtiges Ziel. Die Kinder haben die Möglichkeit während der Schultage und in der Ferienbetreuung in den Horträumen zu frühstücken.
Für das Mittagessen gibt es von Montag bis Donnerstag in der Mensa eine warme, kindgerechte Mahlzeit, die über den Essensanbieter „Hofmann-Menü" bezogen wird.
Am Freitag Mittag bereitet eine Erzieherin gemeinsam mit Hortkindern eine Kleinigkeit zum Mittagessen zu, das an diesem Tag im Hortgruppenraum eingenommen wird. (Suppe, Brote, Rohkost).
Zur Nachmittagsvesper im Hort und bei Ausflügen gibt es Brote, verschiedene Obstsorten, Müsli und Quarkspeisen.
Ein wichtiges Ziel ist es, die Kinder auf vielfältige Art und Weise beim Thema „Gesunde Ernährung" einzubinden und im Hortalltag immer wieder Situationen zu nutzen, um das Interesse und die Verantwortung für das eigene Essverhalten zu reflektieren. Die Kinder suchen Gerichte für das warme Mittagessen aus, sie übernehmen Tischdienste, sie bereiten die Nachmittagsvesper vor, sie schnippeln Obst und Gemüse für Rohkost und bereiten – auch im Rahmen von gezielten hauswirtschaftlichen Angeboten – Essen zu.

 

5. Pädagogisches Team


Interdisziplinäres und vernetztes Arbeiten gehört im Montessori-Hort dazu:
Fachkräfte mit pädagogischer Ausbildung als Heilpädagogen, Erzieher/in, Kinderpfleger/in mit mehrjähriger Berufs- und Montessori-Erfahrung werden von Praktikant/innen unterstützt, die sich in der Ausbildung zur/zum Erzieher/in oder zum/zur Heilerziehungspfleger/in befinden. Wichtig ist dabei, dass die Kinder sich an weiblichen und männlichen Bezugserziehenden orientieren können. Durch die Weiterbildung als Montessori-PädagogIn sind die pädagogischen MitarbeiterInnen des Horts sehr gut qualifiziert, um die Hortklassenkinder in der Freiarbeit-Vertiefungszeit am Nachmittag zu begleiten. Fortbildungen und Hospitationen, insbesondere auch im Hinblick auf integrative und inklusive Pädagogik, werden besonders gefördert.
Bei Bedarf arbeitet das Hortteam darüber hinaus mit Beratungsstellen und therapeutischen Fachkräften zusammen. So können einige Kinder während der Hortzeit Ergotherapie und Logopädie durch ausgebildete Therapeuten am Nachmittag nutzen. 

 

6. Hort und Schule – Wege einer professionellen Zusammenarbeit


Durch die Bildung der Hortklassen findet zwischen Hort- und Schulpersonal eine intensive Zusammenarbeit statt. An regelmäßigen gemeinsamen Teambesprechungen nehmen die Klassleitung, FreiarbeitspädagogIn, Heil- und SonderpädagogIn der Christophorus-Schule und die ErzieherInnen, KinderpflegerInnen und PraktikantIn des Horts teil.
Inhalte der pädagogischen Zusammenarbeit sind insbesondere:

 

  • Erarbeitung einer pädagogischen Zielsetzung zur ganzheitlichen Entwicklung der Kinder
  • Vorbereitung, Durchführung und Reflexion von Elterngesprächen
  • Planung und Durchführung von Projekten im Schul- und Freizeitbereich
  • Gemeinsame Elternabende
  • Gemeinsame Feste und Feiern
  • Teilnahme an pädagogischen Konferenzen, Tagen, Hospitationen und Fortbildungen
  • Teilnahme an Drehscheibe, Arbeitskreisen
  • Supervision

 

7. Erziehungspartnerschaft - Eltern und Hortteam


Der Montessori-Hort versteht sich als familienunterstützende und familienergänzende Einrichtung. Mit dem Hortklassenkonzept verbessern sich die Angebote für Eltern, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten:

 

  • Frühbetreuung während der Schulzeit und an den Ferienbetreuungstagen ab 7.25Uhr
  • Flexible Öffnungszeiten bis 17.00Uhr (Montag bis Donnerstag) bzw. 15.00Uhr (Freitag)
  • Flexible Elterngesprächszeiten nach individueller Terminabsprache
  • Unterstützung beim Nachhauseweg durch Mobilitätstraining mit Busbegleitung


Das pädagogische Team sieht sich als kompetenten Ansprechpartner für Eltern bei Erziehungsfragen und versucht Eltern in ihrem Alltag mit den Kindern zu unterstützen. Eltern und ErzieherInnen sind Erziehungspartner, die durch ihre verschiedenen Blickwinkel und Erfahrungen zum Wohl des Kindes zusammenarbeiten.
Organisatorische Informationen und pädagogischer Austausch finden auf vielfältige Art und Weise statt:

  • Schriftliche Informationen durch Elternbriefe, Newsletter und Hortflyer über Themen, Zielsetzungen, Angebote und Inhalte zum Hortklassenalltag
  • Telefonate
  • Tür- und Angelgespräche während der Bring- und Abholzeiten
  • Strukturierte Elterngespräche
  • Elternabende
  • Schriftliche Elternbefragung und Einbindung der Eltern in die Konzeptarbeit
  • Teilnahme der Eltern an Festen und Hortveranstaltungen
  • Hospitation der Eltern im Hortklassenalltag
  • Einbezug von Eltern zur Durchführung pädagogischer Angebote am Nachmittag

Eltern unterstützen die pädagogische Arbeit im Hort darüber hinaus durch das Einbringen von Arbeitsstunden, z.B. indem sie Renovierungsarbeiten, Fahrdienste, Angebote u.ä. übernehmen.

 

8. Kosten und Finanzierung

 

Rechtliche Grundlage der Hortarbeit bildet das Bayerische Kinderbildungs- und betreuungsgesetz (BayKiBiG), in dem auch die Finanzierung geregelt ist.
Die Finanzierung besteht im Wesentlichen aus:

  • monatlichem Elternbeitrag
  • kommunalen Zuschüssen
  • staatlichen Zuschüssen

Buchungszeit im Wochendurchschnitt (Elternbeitrag pro Monat jeweils von September bis August):


PI-Hortklasse:

 

  • 15-20 Wochenstunden 70,-€ (55,- € Verpflegung)
  • 20-25 Wochenstunden 80,-€ (55,- € Verpflegung)

 

PII-Hortkinder :

 

  • 15-20 Wochenstunden = 70,-€ (55,- € Verpflegung)
  • 10-15 Wochenstunden = 60,-€ (55,- € Verpflegung)
  • 5 -10 Wochenstunden = 40,-€ (30,- € Verpflegung)

 

Das Essensgeld für warmes Mittagessen, Getränke, Obst und den Nachmittagsimbiss beträgt
55,-€ pro Monat (12 Monate, Stand: Juli 2017)

 

Bei Ausflügen werden Fahrtkosten und Eintrittsgelder separat verrechnet.
Mit dem monatlichen Elternbeitrag ist nicht nur die Betreuung während der Schulzeit abgedeckt, sondern eine ganztägige Betreuung in mehreren Ferienwochen pro Schuljahr. Die Ferienbetreuungszeiten werden zu Beginn des Schuljahres mit dem Elternbeirat festgelegt.

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