informationstag13012018 

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Besuch in der Montessori-Fachoberschule in Nürnberg

Wie lernt man leicht und spielerisch?

staub-01 lbbAm 11. November machte sich die Montessori-Fachoberschule Würzburg – über 50 Schüler und drei Lehrerinnen – auf den Weg nach Nürnberg. Wir waren eingeladen worden von der dortigen MOS Franken, an einem Vortrag über effektive Methoden des Lernen und Behaltens teilzunehmen.
Der Lernstoff der zwei Jahre in der FOS ist sehr umfangreich, viel gilt es zu verstehen und sich auf einem abstrakten Niveau anzueignen. Da ist alles willkommen, was hilft, um sich dieses Wissen in kurzer Zeit zu merken!
Ein renommierter Schweizer Gedächtnistrainer, Gregor Staub, war nach Nürnberg gekommen, um seine Methoden den Schülern und zahlreichen Gästen nahezubringen. Humorvoll und spielerisch stellte er u.a. die Loci-Methode vor und führte die Übungen im Plenum mit allen durch. Und tatsächlich: Wer sich darauf einließ, merkte verblüfft, wie schnell, spielerisch und leicht man sich Begriffe, Namen und Zahlen einprägen kann.staub-02 lbb
Damit aber das Lernen nachhaltig und dauerhaft wird, reichen diese Methoden alleine nicht. Ausdrücklich betonte Gregor Staub, dass sich unsere Lernkultur hin zu mehr Fehlerfreundlichkeit und Lob verändern solle. Denn falsch verstandener Perfektionismus blockiere die Fähigkeiten des Gehirns, wohingegen Selbstvertrauen und Kreativität neue Möglichkeiten eröffnen. Auch Teamarbeit, klare, erreichbare Ziele, Struktur und Übersicht über den Lernstoff sowie Wiederholung, Übung und Konzentration seien wichtige Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen.
Dies bestärkte uns auf unserem (Montessori-)Weg. Auch wenn klar ist, dass es in der FOS vorrangig um ein vertieftes Verständnis der Inhalte geht und das Behalten nur ein erster Schritt ist, sind solche Methoden hilfreich und werden in Zukunft verstärkt in das Lernkompetenz-Training einfließen, das sowohl in der 11. als auch in der 12. Klasse schon angeboten wird.
staub-gedaechtnistraining 160Wir bedanken uns bei den Schülern, Lehrern und vor allem der Schulleiterin der MOS Franken, Frau Ast-Hasch, für die Gastfreundschaft und hoffen, dass sich bald wieder ein Anlass ergibt, gemeinsam etwas zu unternehmen.

Feind ist, wer anders denkt

Ende des letzten Schuljahres setzten die Schüler der damaligen 11. Klasse sich im Rahmen eines Workshops auf dem Reichstagsgelände in Nürnberg intensiv mit dem Gedankengut des Nationalsozialismus und dem Leben in einer Diktatur auseinander. Dieser Faden wurde dieses Jahr wieder aufgenommen und verknüpft mit dem aktuellen Gedenken anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls.
Dieses Mal interessierten wir uns dafür, wie das Leben in der Diktatur der SED aussah und was die Menschen antrieb, für ihre Freiheit auf die Straße zu gehen. Parallel zu einer Lektüre im Deutschunterricht, die sich mit der Zeit des Mauerfalls beschäftigte, besuchten wir am 15. Oktober die Wanderausstellung der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen über die Bespitzelungsaktivitäten der Stasi in der DDR, präsentiert im Bayern-Kolleg in Schweinfurt.
Neben den Vitrinen, die anschaulich die variantenreichen Abhörtechniken der Stasi sichtbar machte, waren es vor allem die Einzelschicksale, die bei den Schülern Betroffenheit auslösten. Am intensivsten wirkte das Gespräch mit einer Zeitzeugin nach, die es verstand, den Jugendlichen die konkreten Auswirkungen im Alltag plastisch vor Augen zu führen. Das war lebendige Zeitgeschichte, die bei den Schülern eine nachdenkliche Stimmung hinterließ. In diesem Zusammenhang bekam die elektronische Bespitzelung durch die NSA eine fassbarere Bedeutung für die Jugendlichen, die die beiden Diktaturen auf deutschem Boden nicht mehr miterlebt haben. Auch der Satz „Je besser wir Diktatur begreifen, umso besser können wir Demokratie gestalten“ von Roland Jahn, dem jetzigen Stasi-Beauftragten, der die Bespitzelung und Verfolgung am eigenen Leib erlebte, begleitete uns noch auf unserer Heimfahrt.

Ursula Wagner

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Klassenexkursion mit der FOS-Abschlussklasse 2015

KlassenfotoUm uns für das kommende Schuljahr, insbesondere für die Fächer Sozialkunde und Geschichte einzustellen, unternahmen wir zum vergangenen Schuljahresende eine Klassenexkursion nach Nürnberg. Ziel war das Dokuzentrum „Reichsparteitagsgelände“ in Nürnberg.
Noch etwas müde fuhren wir mit dem Zug von Würzburg los. Meine Kollegen Kati Schuster und Peter Stein begleiteten mit mir die Exkursion.

Ursprünglich war der vorletzte Schultag im Schuljahr 2014 ausgesucht worden, da es aber erhebliche durch den großen Andrang am 28. Juli im Museum gegeben hatte, konnten wir unseren Ausflug und den damit verbundene Führung auf den nächsten Tag verschieben. Dies schlug mir die Museumsleitung vor. Trotz meiner Bedenken, zeigten die Schüler der damaligen Klasse MFOS 11 große Bereitschaft – am letzten Schultag – mit nach Nürnberg zu fahren.

Es stellte sich als vorteilhaft heraus, da im Museum bei unserer Führung durch die Ausstellung „Faszination und Gewalt" nur wenige Gruppen da waren. So gab es genügend Ruhe und Zeit den beiden sich abwechselnden Museumspädagogen zuzuhören und auch eigene Fragen zu stellen.

Um sich ein vertieftes Bild vom Wirken der Nazi-Propaganda zu machen, konnten die Schülerinnen und Schüler sich in einem anschließenden Workshop „Rechtsextremismus“ damit auseinander setzen.
Es ging auch darum, welche Gefahren der Ideologie von Rassismus und Rassenwahn für unsere Gesellschaft in heutiger Zeit noch bestehen. Alle teilten ihre Eindrücke aus dem Rundgang mit und diskutierten eifrig über ihre Einschätzungen zu heute. Was ist eigentlich Rechtsextremismus? Wie erkennt man rechtsextremistisches Gedankengut. Wie kann man sich dagegen wehren.
Dazu nannten die Workshop-Leiter auch Beispiele: Symbole, Musiktexte, Kleidung etc.

Nach gut 3 Stunden ging unsere Arbeitsphase zu Ende und nun wollten wir den letzten Schultag nach getaner Arbeit genießen. Nach einem Gruppenfoto teilte sich die Klasse auf, ein Teil besuchte mit mir die Ausstellung „Erfindungen des Leonardo da Vinci“, eine andere Gruppe wollte noch zum „shoppen“ in die Innenstadt.
Am späten Nachmittag trafen wir uns zur Rückfahrt am Bahnhof. Müde und ein wenig vom schwülen Wetter ermattet erreichten am Abend Würzburg mit viel Einsichten und einem Ausblick auf des damalige kommende, jetzt abgelaufene Schuljahr.

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