informationstag13012018 

infoabend01022018

Der lange Weg ausder rechten Szene

Neun Jahre lang war Felix Benneckenstein in der rechten Szene unterwegs. Er trat als Jugendlicher in die NPD ein, gründete eine eigene „Kameradschaft“ und tourte als erfolgreicher Nazi-Liedermacher durch ganz Deutschland. 2011 schaffte er den Ausstieg und gründete die Aussteigerhilfe Bayern. youngcaritas Würzburg/Unterfranken hat ihn zum Aussteigergespräch an die Montessori FOS eingeladen.

derlangewegKatharina Samfaß (Dritte von rechts) und Esther Schießer (Vierte von links) von youngcaritas luden Würzburger Schüler zum Aussteigergespräch mit Felix Benneckenstein (Mitte).
Foto: Julia Eyrisch | Caritas

Dass Felix Benneckenstein vor nur fünf Jahren eine prägende Figur in der rechten Szene war, ist schwer vorstellbar. Nett und sympathisch kommt er rüber und entspricht mit Brille, Jeans und Sneakers so gar nicht dem Bild, das man von einem ehemaligen Neonazi haben könnte, einem, der randaliert und geprügelt, der Hass und Gewalt gesät hat. „Ich habe das mit der Glatze und den Springerstiefeln damals zwar ausprobiert, aber schnell festgestellt, dass es einfacher ist, Leute zu rekrutieren, wenn man nicht sofort als Nazi erkannt wird“, verriet er den Schülern der Montessori FOS und des Deutschhaus-Gymnasiums, die zum Aussteigergespräch gekommen waren. „Und bei den Mädels kam die Glatze auch nicht gerade gut an“, fügte der 30-Jährige mit einem Lachen hinzu und hatte die Jugendlichen sofort auf seiner Seite. Interessiert und fasziniert hingen sie ihm regelrecht an den Lippen, als er von seinem Weg in die Szene erzählte.

Rechte Musik

Über rechte Musik in seiner Clique sei er als Teenager irgendwie hineingeschlittert, damals im idyllischen Erding, wo er eine behütete und schöne Kindheit erlebt hat. Dieses „irgendwie“ beschreibt Benneckensteins Zeit als Neonazi wohl am besten. Immer wieder räumte er in dem zweistündigen Gespräch ein, dass er sich heute vieles selbst nicht mehr erklären könne. Warum „der Staat“ zu seinem größten Feind und Adolf Hitler eine Art Vorbild wurde. Warum er einen plötzlichen Hass auf Migranten entwickelt hat. Warum er das Gymnasium abgebrochen und von zu Hause ausgezogen ist, in die NPD eingetreten ist, die ihm schnell nicht mehr radikal genug war. Warum der Umsturz der Gesellschaft und der Kampf gegen den Staat zu seinem großen Traum wurde.

Ausstiegsgedanke und Rückfall

Das große Umdenken setzte – was ihn noch heute erstaunt – in seiner radikalsten Phase ein. Benneckenstein war mit seiner Freundin Heidi gerade erst nach Dortmund gezogen, in einen Stadtteil, der überwiegend von Neonazis bewohnt wird. Hier begann seine Ideologie erstmals zu bröckeln. „Ich habe angefangen, Dinge zu hinterfragen, mich mit Anführern zu streiten und musste fliehen“, erzählte er den Schülern. Zurück in München, spielten beide mit dem Gedanken auszusteigen. Doch es sollten Jahre vergehen. Jahre, in denen Felix Benneckenstein „rückfällig“ wurde, als Nazi-Liedermacher Karriere machte, private Schicksalsschläge zu verkraften hatte, von rivalisierenden Nazis krankenhausreif geprügelt wurde und im Gefängnis landete. Schließlich nahm er Kontakt zum Aussteigerprogramm „EXIT“ auf.

Neues Leben aufbauen

Was so ein Ausstieg bedeutet, führte er den Schülern deutlich vor Augen: Umzüge, Telefonnummern ändern, Facebook-Kontakte löschen, Freundschaften beenden, ein neues Umfeld aufbauen, bei null anfangen. Um anderen Aussteigern vor Ort mit seinen Erfahrungen zu helfen, gründete Benneckenstein den Verein „Aussteigerhilfe Bayern“, der heute mit „EXIT“ kooperiert. „In den vergangenen 15 Jahren hat EXIT über 600 Menschen beim Ausstieg aus der Szene geholfen“, sagte der 30-Jährige, der sich im Anschluss an seinen Vortrag vor Fragen kaum retten konnte. Was er von Bands wie „Freiwild“ hält, wollten die Jugendlichen wissen und wie er sein Leben über die Jahre finanziert habe. Wie seine Familie mit all dem umgegangen sei und ob er in seiner Neonazi-Zeit trotzdem Döner gegessen habe.

Aktueller Hintergrund

Katharina Samfaß und Esther Schießer von youngcaritas bedankten sich bei allen Teilnehmern für das große Interesse und bei Felix Benneckenstein für die interessanten – wenn auch erschreckenden – Einblicke in die rechte Szene. „Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Bautzen war dieses Gespräch besonders wichtig“, betonten die beiden und dankten auch Stadträtin Laura Wallner, die zu Beginn der Veranstaltung einen kurzen Überblick über rechtsextreme Entwicklungen in Würzburg gegeben hatte.
Die Veranstaltung „Raus der rechten Szene – ein Aussteiger berichtet“ wurde unterstützt und gefördert vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
von Julia Eyrisch

Wir gratulieren

abiturienten

Wir gratulieren unseren Abiturienten zum bestandenen Abitur und
wünschen ihnen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.

1. Preis bei KLASSE!-Aktion der Main Post

Wir Schüler der 12. Klasse der Montessori-FOS gewannen letztes Jahr den ersten Preis der KLASSE!-Aktion der Main Post.

Bumberball 1
Bumberball 2

Bei den Überlegungen, was wir mit dem Preisgeld in Höhe von 300 € machen wollten, einigten wir uns, nach einem kurzen Brainstorming, es in einen Kletterparkbesuch zur Stärkung des Zusammenhalts zu investieren.
Da ein solcher Besuch mit der ganzen Klasse allerdings das Budget von 300 € weit überstiegen hätte, suchten wir nach alternativen Teambuilding-Aktionen.

Sehr schnell wurden wir auf das „Bumper Ball“-Angebot des Kletterwald Einsiedel aufmerksam und einigten uns, mit großer Mehrheit, das Angebot zu buchen. Bumper Ball (auch Bubble Football oder Zorb Soccer genannt) ist eine Sportart, die ursprünglich aus Norwegen kommt und die in den letzten Jahren oft als Teambuilding-Maßnahme für Firmen und Sportmannschaften eingesetzt, aber auch für Partys gebucht wird.


Grundsätzlich spielt man Fußball, jedoch befindet man sich mit dem Oberkörper in einer Art Luftballon, welche als Airbag dient, weshalb man seine Gegner einfach umrennen kann, ohne dass sich jemand wehtut. Da unsere Schule selbst keine Turnhalle hat, spielten wir in der Turnhalle des Vinzentinums. Zuerst teilten wir zwei Mannschaften mit jeweils vier Spielern ein, die das erste zehnminütige Spiel bestritten. Nach zwei weiteren Spielen hatte jeder mindestens ein Spiel bestritten und wer wollte, durfte nach Hause gehen. Einige sind jedoch trotz der Anstrengung (in den Ballons wird es bis zu 40 Grad warm) noch geblieben und spielten noch ein paar weitere Runden. Danach waren wir alle erledigt und einige hatten noch ein paar Tage lang einen starken Muskelkater. Trotzdem war es sehr lustig und wir hatten alle viel Spaß!

Studienberater aus der Praxis - Tipps von den „Ehemaligen“

eroeffnung

An einem Freitagvormittag im März herrschte spannungsvolle, freudige Stimmung in den Klassenräumen der FOS. Zum ersten Mal gab es eine Studienberatung der besonderen Art: ehemalige Schüler der Montessori-Schule stellten ihr Studienfach vor. Die Schüler hatten sich gewünscht, neben der offiziellen Studienberatung konkrete Erfahrungen aus den jeweiligen Studienrichtungen zu hören. Es waren alle drei Zweige vertreten: Simon Gogolin, Paula Rostek und Eva Klinger sprachen über Medien-Design im Bachelor und Masterstudiengang an den Fachhochschulen in Würzburg und Hof, Kunst
Mirijam Wagner erzählte von den verschiedenen Facetten des Studiums der Sozialen Arbeit an der FH Würzburg und Julian Hachenberg gab seine Erfahrungen mit dem Studium der Betriebswirtschaft in Würzburg und Zwickau weiter.

 

sozial
Die anderthalb Stunden vergingen wie im Flug, es gab viele Fragen und die Schüler waren sich anschließend einig, dass sie viele wertvolle Informationen bekommen hatten, die man in der normalen Studienberatung nicht erfährt. Besonders freuten sie sich zu hören, dass die ehemaligen Schüler rückblickend sich durch die selbständige Arbeitsform an der FOS gut vorbereitet fühlten für ihr Studium.Wirtschaft
Alle waren sich einig, dass diese Veranstaltung auch im nächsten Jahr wiederholt werden solle.

Ursula Wagner

Ukraine Explained

UkraineExplained1On the 17th March this year our school was lucky enough to host a presentation from Ukrainian volunteer Slava Pustovalov. At 21 years old, he is currently working at the Jugendbildungsstätte Unterfranken as a volunteer through the European Volunteer Service (EVS). Every year the Montessori School hosts three EVS volunteers, and so has a good working partnership with the volunteer network in Würzburg. Slava grew up in the city of Donetsk in Ukraine, which has become a centre of unrest and rebellion in the last year. When it was suggested that he come to the FOS to present his first hand experiences and knowledge of the developments in this region, everyone was quite excited.UkraineExplained2
The presentation itself was very informative, taking us right through the history of Ukrainian culture to the current conflict. As Slava is a real “Zeitzeuge” we enjoyed the opportunity to ask a lot of questions. The discussion was in English, this was especially significant as it helped our students to understand the importance of learning English as an international language, with which they can communicate with people from all over the world. The experience also touched upon a number of challenging issues which were useful for their Social Studies, History and Art lessons. By showing us the developing art scene in Ukraine since the outbreak of unrest “Art Strikes Back”, we could think critically about the role of culture in such times.
It was a privilege to learn about the ongoing conflict from someone who has witnessed events first-hand. It was some of the personal stories and experiences which Slava told, that were the most enlightening. It is far too easy to just read what’s happening in the newspapers and not to think about the people whose lives are affected. We thank Slava for his interesting and thought-provoking presentation.
Anna Smith FAP

Singing and dancing workshop brings positive energy to the FOS

Workshop1It’s no secret that our students at the FOS spend most of their days concentrating on the important task of successfully completing their Abitur. However it’s not all work and no play. Our students have a number of opportunities to take a break from the books and experience something new and exciting. The most recent of these opportunities came in the form of a Musical Theatre Workshop, which was offered to our students in partnership with the Dundee Schools Music Theatre (DSMT) from Scotland, UK.
After an intense Tuesday morning of Maths lessons, the students and I were eager to take part in the workshop, which was led by both DSMT Choreographer Kenny Christie, and Musical Director Richard Waghorn. It began with a short introduction to the workshop from Kenny. He explained to us what we would be “subjected to” during the activities. Luckily our students are well accustomed to the sometimes confusing Scottish accent and Scottish humour. Many of our current class 12 students spent 5 weeks living and working in Dundee, where every year the FOS offers work placement opportunities through the town partnership. The entire workshop was conducted in English which was an added bonus for our students, who at the time were preparing for their English Speaking Exam.

The theme of the workshop was as an introduction to the Andrew Lloyd-Weber classic Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat. We began with a few warm up games, for which our students’ creativity and flexibility both played a roll. They were asked to work together and use their bodies to create a famous world landmark. Some groups were successful, allowing others to easily guess the landmark they were trying to represent, others were simply hilarious.
After warming up our bodies, it was time to warm up our voices. The activities were presented in such a relaxed atmosphere and at such pace, that there was no need, or in fact time, in which to doubt one’s own abilities. No-one could have predicted the beautiful tones and harmonies that were coming from our students.Workshop2
The final activity was undoubtably the highlight of the workshop. Kenny showed us videos of dances from the show, which were performed by students in Dundee; it was a great motivation. He then proceeded to show us the choreography for one of the Joseph songs. Everyone kicked straight into action, following the moves and showing off their own skills. In the end the whole class were in step with each other and the result was really very impressive.
What was so sprecial about this experience, was how much the students appreciated the chance to move and sing and be creative. The exam period has since begun, and the focus is back on the books. However the ideas of working togther, de-stressing, and having fun are still present in the atmosphere at the FOS.
DSMT will come back to Würzburg in June, when they will begin a larger two-week-long project to train 60 students to perform Joseph at the Mainfranken Theater. As this project offers such a fantastic experience, many of our FOS students will be taking part alongside students from 3 other schools in Würzburg. Good luck to everyone involved in that project.
Anna Smith FAP

 

 

How Culture differentiates our lives:
Diskussion mit amerikanischen College-Studenten

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