informationstag13012018 

infoabend01022018

Projekttag Glück – Was macht ein gutes Leben aus?

Auch dieses Jahr gab es bei den zwölften Klassen der Montessori FOS wieder einen Projekttag. Das Thema dieses Jahres war Glück. Gerade in Zeiten mit so viel Gewalt, Ausbeutung und Krieg stellt sich die Frage: Was ist eigentlich Glück? Wann ist der Mensch glücklich und was verhindert vielleicht das „glücklich sein“? Auf diese und einige Fragen mehr sollten mithilfe von kompetenten Ansprechpartnern Antworten gefunden werden. So gab es verschiedene Vorträge bzw. Diskussionsrunden um zu erörtern was Glück für verschiedene Menschen bedeutet.

Gesprächsrunde mit Frau Marion Mack von der Palliativstation

Hier beschäftigten wir uns in damit, was Glück für die Menschen ist, welche sich in einer schwierigen Situation befinden. Frau Mack hat verschiedene Patienten auf der Station befragt, was für sie Glück ist und es gab einige sehr interessante Aussagen. So bedeutet ihnen Glück z.B. nur eine Nacht in Ruhe durchschlafen zu können oder keine Schmerzen mehr zu haben. Jedoch verbinden die meisten Glück damit, mit ihrer Familie und Freunden, die auch in schweren Zeiten an ihrer Seite sind, zu verbringen. Menschen die z.T. unheilbar krank sind, empfinden Glück bei kleineren Sachen, und lernen diese viel mehr zu schätzen. Dies führte uns vor Augen, dass die wichtigen Dinge im Leben im Miteinander und Füreinander liegen und man sich auch schon in jungen Jahren Gedanken machen sollte, wie man sein Leben führen möchte, damit man später auf ein gutes Leben zurückblicken kann.

Gesprächsrunde mit Herrn Sebastian Herbert (Pfarrer) und Frau Edith Abels (Buddhistin) zum Thema Religion

In dieser Gesprächsrunde ging es um die Frage, ob Religion die Menschen glücklich machen kann oder vielleicht auch unglücklich. Vor allem in Bezug auf die momentanen Diskussionen um bestimmte Religionen stellt der Glaube bzw. die Glaubenszugehörigkeit unter Umständen auch eher ein Hindernis für das Glück der Menschen dar. Zunächst wurden viele allgemeine Fragen zu den verschiedenen Glaubenseinstellungen geklärt, bevor in die Diskussion zum Thema Glück eingestiegen werden konnte. Im Buddhismus hat das Glück eines Menschen einen hohen Stellenwert. So werden verschiedene Methoden an die Hand gegeben, um glücklich zu sein. Man muss das Glück verstehen und mit bzw. an sich selbst arbeiten, um Glück zu erreichen. In Bezug auf den christlichen Glauben ging die Diskussion hauptsächlich darum, ob die Kirche, vor allem in den vergangenen Jahrhunderten, mehr Glück oder Unglück gebracht hat, was aber schwer zu erörtern war. So hat die katholische Kirche durch Kreuzzüge etc. und die veralteten Traditionen sehr viel Leid gebracht. Sie gibt aber auch sehr vielen Leuten ein Gefühl der Sicherheit, der Zusammengehörigkeit und bietet einen Rückzugsort. Vor allem in schwierigen Zeiten kann der Glaube für Menschen sehr wichtig sein und bietet ihnen Rückhalt.

Theaterworkshop

Im Theaterworkshop mit Frau Marlies Hagelauer, der Theaterpädagogin des MAINFRANKEN-Theaters beschäftigten wir uns neben Glück auch mit anderen Emotionen. Zur Begrüßung gab es eine Lockerungsübung, in der alle durch den Raum liefen, sich nacheinander vorstellten und sagten was sie im Laufe des Tages noch machen würden. In der nächsten Übung war schon mehr schauspielerisches Talent gefordert: Man sollte sich eine Emotion ausdenken und diese darstellen. Diese Darstellung wurde dann im „Stille Post“-Prinzip weitergegeben und am Ende darüber beraten, ob das richtige Gefühl angekommen ist. Im nächsten Spiel musste eine freiwillige Person ein Gefühl darstellen und die anderen dieses Gefühl erraten. Zum Schluss bekamen wir einen Text in dem jeder Absatz einer neuen Emotion zugeteilt war. Es wurden Pärchen gebildet, die sich den Text gegenseitig vorlasen. Auch hier wurden einige Ergebnisse vorgetragen. Insgesamt hatten alle viel Spaß und der Workshop war sehr abwechslungsreich.

Life-Work-Balance

Der Work-Life-Balance Workshop wurde geleitet von einem Dozenten der FH des Mittelstandes und ist ein spezielles Angebot für Schulen. Dabei ging es um eine ausgeglichene Gestaltung zwischen Arbeits- und Privatleben. Wir bekamen Tipps wie wir unseren Alltag ausgeglichen gestalten können, um möglichst wenig Stress zu haben, jedoch trotzdem leistungsfähig arbeiten zu können. Außerdem wurde getestet, wie sehr wir uns selber Stress aussetzen. Dazu beantworteten wir einen Test, der danach auch ausgewertet wurde. Es wurde uns bewusst, dass wir auf viele Dinge in unserem Leben nur wenig achten, was uns das Leben oft unnötig schwer macht.

Vortrag Glück, Bruttosozialprodukt und Wirtschaftswachstum – Wie viel ist genug? Von Herrn Prof. Bogaschewsky

Ressourcenhunger, Gier, Ungleichheit, Umweltschädigung, soziale Ausbeutung, Demokratiemüdigkeit – ist das der Preis für unser Glück? Das waren die Fragen die in dem Vortrag von Herrn Prof. Bogaschewsky geklärt werden sollten. Es gibt so viel Ungerechtigkeit und Ausbeutung auf der einen Seite und so viel Überfluss auf der anderen. 1% der Gesellschaft hat so viel Geld wie die restlichen 99% und in einer Textilfabrik in China sterben tagtäglich Kinder während wir uns mit Billigklamotten eindecken - warum ist das so und warum kann dagegen nicht vorgegangen werden? Es ist die Gier des Menschen vor allem in finanziell gut gestellten Ländern. Aber macht uns das auch glücklich? Kann ich nur glücklich sein, wenn ich viel Geld, teure Kleidung und Essen im Überfluss habe? Auf diese Fragen hat der Vortrag versucht Antworten zu geben, was sich jedoch als Mammutaufgabe herausstellte. Zusammenzufassend ist jedoch zu sagen, dass Geld allein nicht glücklich macht und die Antwort meist im Verzicht liegt. „Muse statt Masse“, ist die Devise und wie man in ärmeren Ländern sieht, kann man auch mit wenig glücklich sein.

In der abschließenden Diskussionsrunde wurden die Ergebnisse des Tages noch einmal zusammengefasst. So muss jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn Glück ist und sich vielleicht fragen: „Brauche ich das wirklich? Macht es mich glücklicher?“. Glück ist subjektiv und leider verbinden viele Menschen der heutigen Konsumgesellschaft Glück mit immer mehr und neuen Sachen die man sich kaufen kann anstatt sich vielleicht auch auf zwischenmenschliches Glück zu konzentrieren und auch kleinere Dinge wertzuschätzen– Glück durch Glück für andere!

1. Preis bei KLASSE!-Aktion der Main Post

Wir Schüler der 12. Klasse der Montessori-FOS gewannen letztes Jahr den ersten Preis der KLASSE!-Aktion der Main Post.

Bumberball 1
Bumberball 2

Bei den Überlegungen, was wir mit dem Preisgeld in Höhe von 300 € machen wollten, einigten wir uns, nach einem kurzen Brainstorming, es in einen Kletterparkbesuch zur Stärkung des Zusammenhalts zu investieren.
Da ein solcher Besuch mit der ganzen Klasse allerdings das Budget von 300 € weit überstiegen hätte, suchten wir nach alternativen Teambuilding-Aktionen.

Sehr schnell wurden wir auf das „Bumper Ball“-Angebot des Kletterwald Einsiedel aufmerksam und einigten uns, mit großer Mehrheit, das Angebot zu buchen. Bumper Ball (auch Bubble Football oder Zorb Soccer genannt) ist eine Sportart, die ursprünglich aus Norwegen kommt und die in den letzten Jahren oft als Teambuilding-Maßnahme für Firmen und Sportmannschaften eingesetzt, aber auch für Partys gebucht wird.


Grundsätzlich spielt man Fußball, jedoch befindet man sich mit dem Oberkörper in einer Art Luftballon, welche als Airbag dient, weshalb man seine Gegner einfach umrennen kann, ohne dass sich jemand wehtut. Da unsere Schule selbst keine Turnhalle hat, spielten wir in der Turnhalle des Vinzentinums. Zuerst teilten wir zwei Mannschaften mit jeweils vier Spielern ein, die das erste zehnminütige Spiel bestritten. Nach zwei weiteren Spielen hatte jeder mindestens ein Spiel bestritten und wer wollte, durfte nach Hause gehen. Einige sind jedoch trotz der Anstrengung (in den Ballons wird es bis zu 40 Grad warm) noch geblieben und spielten noch ein paar weitere Runden. Danach waren wir alle erledigt und einige hatten noch ein paar Tage lang einen starken Muskelkater. Trotzdem war es sehr lustig und wir hatten alle viel Spaß!

 

 

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