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Schreibworkshop mit Poetry-Slamerin Pauline Füg

Wir begrüßten Pauline Füg bei uns in der FOS. Sie ist eine leidenschaftliche Poetry-Slamerin, welche unter anderem mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet wurde. Sie gab uns einen Einstieg in das kreative Schreiben. Passend zu unserer Schullektüre „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert, durften wir Schlagwörter notieren, die wir mit dem Drama verbinden. Wolfgang Borchert prangert in seinem berühmten Nachkriegsdrama an, dass niemand bereit war, die Verantwortung für Krieg, Leid und Zerstörung  zu übernehmen. Sein Protagonisten Beckmann zerbricht stellvertretend für viele  an der Rückkehr in ein Leben, das es nicht mehr gibt. Anschließend zeigte uns Pauline, wie man mit den Wörtern arbeiten kann und ließ uns selbstständig kreativ werden. Zunächst erklärte sie uns, wie man ein Elfchen schreibt und gab uns einige Denkanstöße, damit wir nicht mit einem leeren Blatt vor uns überfordert sind.
„Oft hat man Angst vor dem weißen Blatt, deswegen habe ich euch heute bunte Blätter mitgebracht.“, erklärte sie uns und teilte verschieden farbige Blätter aus, auf denen acht Satzanfänge standen, die wir vervollständigen durften. Dabei betonte sie, dass die Sätze nur zur Orientierung dienen und wir uns keineswegs nach ihnen richten müssen. Ihr war wichtig, uns beim Schreiben nicht einzuschränken und unseren individuellen Ideen viel Raum zu geben.
Uns stand offen, ob wir die Gedanken und Gefühle eines Charakters aus dem Drama von Wolfgang Borchert durch unseren Text darboten, oder wir mehrere Begriffe aus unserer Sammlung nahmen, mit denen wir tiefer in die Aktualität des Stückes mit dem Thema „Unsere Verantwortung heute“ einstiegen.
Die Ergebnisse waren überraschend. Schon nach kurzer Zeit trafen wir uns erneut im Stuhlkreis und jeder Schüler hatte die Möglichkeit, einen eigenen Text vorzutragen. Besonders spannend war, dass viele die vorgegebenen Wörter mit eingesetzt hatten, aber dennoch kein Text dem anderen glich. So schrieb der eine einfühlsam über die Müdigkeit des Hauptprotagonisten Borchert, während ein anderer Schüler mit den gleichen Satzhilfen über einen anderen Charakter eine unterschiedliche Sichtweise beleuchtete.

Einen Einblick in die verschiedenen Vortragsarten, die es bei Poetry-Wettbewerben gibt, bekamen wir ebenso. Pauline las uns eigene Kurzgeschichte vor und zeigte uns zwei weitere bekannte Slamer, die auf ganz unterschiedliche Weise Humor oder Ernsthaftigkeit in ihre Texte bringen. Anschließend ließ sie uns die Vorträge nach unserem Empfinden bewerten, wobei die Punktegebung von Schüler zu Schüler abwich.

Oft kam es vor, dass ein Text von vielen Teilnehmern mit einer hohen Beurteilung abschnitt während wenige kritische Schüler den Beitrag mit einem niedrigen Punktestand beurteilten.
„Ich habe gelernt, einfach mal frei draufloszuschreiben“, war die Erkenntnis, die in der abschließenden Reflexionsrunde sehr häufig gemacht wurde. Auch, dass man nun wieder mit etwas mehr Freude an die literarischen Texte anknüpfen konnte, wurde oft geäußert.
Pauline Füg wünschte uns abschließend, dass wir unsere Kreativität im Scheiben nicht unterschätzten.
 
Jenna Halfmann (FOS 11. Klasse)

Montessori-SchülerInnen bringen Farben ins Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg

„Welche Kunstklasse hat Lust auf etwas ganz Großes?“ Diese Frage hatte im Winter 2018 das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) an verschiedene Schulen in Würzburg und Umgebung geschickt. Das Forschungs- und Behandlungszentrum auf dem Gelände des Uniklinikums hatte im Foyer eine 7 Meter lange und 3 Meter hohe Wand für eine Neugestaltung zur Verfügung gestellt. Das Interesse der SchülerInnen und LehrerInnen war immens, sodass immer mehr Wände für die Gestaltung – auch für viel Kleines und Feines – freigegeben wurden.

Krasse Sachen – Eindrücke einer Führung durch das DZHI
Wann haben Sie gemerkt, dass Sie Kardiologin werden möchten? Kann man Angehörige, die eine fortgeschrittene Herzschwäche haben, daheim pflegen? Welche Funktion haben Mitochondrien? Mit diesen und weiteren Fragen aus Schülermündern wurden die Mitarbeiter des DZHI geradezu gelöchert. Jugendliche des Kunst- und Sozialzweigs der Montessori-SchülerInnen hatten im Januar das DZHI besucht, um einen Eindruck von der Forschung und Behandlung zu bekommen. Nach einem allgemeinen Vortrag über das Krankheitsbild Herzinsuffizienz und den interdisziplinären Charakter des DZHI führte eine Kardiologin die SchülerInnen durch die Ambulanz. Anschließend konnte der Künstler-Nachwuchs den Wissenschaftlern aus den Departments „Genetik“ und „Translationale Forschung“ über die Schulter schauen. Besonders gestaunt haben die SchülerInnen im Labor über die mikroskopischen Bilder von Zebrafischherzen. „Voll krass!“ und „krasse Sachen!“ - das war an diesem Tag mehrfach zu hören.

Mensch und Natur als Einheit
„HERZENSSTÄRKEPFLANZENFREUDE“ heißt das Konzept der SchülerInnen aus dem Gestaltungszweig und Sozialen Zweig der 11. Jahrgangsstufe der Montessori-Fachoberschule Würzburg. Den Jugendlichen wurde die Neugestaltung der sieben Meter langen Wand im Foyer des Forschungs- und Behandlungszentrums anvertraut. „In unserem Konzept werden Mensch und Natur als Einheit wahrgenommen“, erklärt die Lehrerin Dorette Jansen. „Der Mensch als ganzheitliches Wesen, in allen verschiedenen Lebens oder Wachstumsphasen, wie auch in seiner Wandlung im Tod und dem, was weitergegeben wird. Diesen allumfassenden Gedanken finden wir in der Natur. Das Erbgut der Natur liegt symbolhaft in einem Samenkorn, aus dem wieder neues Leben hervorwächst.“
Vom 22. Juli bis zum 27. Juli 2019 wurde schließlich das Foyer von Jugendlichen des Kunst- und Sozialzweigs der Montessori-Schule bemalt.

Wir lernen nicht nur für das Fachabitur – Wir lernen auch für das Leben!

„Ich hätte der Referentin der AOK Würzburg, Frau Sabrina Lusch, noch stundenlang zuhören können.“  Dies war eine spontane Äußerung einer Montessori-FOS-Schülerin nach der Seminarveranstaltung „System der sozialen Sicherung“, die am 19. Dezenber 2019 in den Räumen der Montessori-Fachoberschule Würzburg stattgefunden hat.
Dies war auch eine Premiere für unsere neuen digitalen Tafeln, die  seit den Herbstferien in unseren Unterrichtsräumen stehen. Die Präsentation von Frau Sabrina Lusch zeigt sehr anschaulich, welches Potential die neuen Medien im Unterrichtsalltag aufweisen können. Unsere digitale Tafel hat mit der ersten Referentin den Test bestanden.
Das Ziel einer didaktischen Jahresplanung an einer Montessori-Fachoberschule ist der kontinuierliche Aufbau von Handlungskompetenzen der Schülerinnen und Schülern durch systematischen Kompetenzerwerb. Der Weg zu diesem Erwerb von Handlungskompetenz führt über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die kontinuierlich und aufeinander abgestimmt sein sollten.
Dies war der Impuls, das AOK-Schulserviceprogramm zu nutzen. Das Serviceangebot mit dem Seminar „System der sozialen Sicherung“ ließ sich hervorragend in die beiden Unterrichtsfächer Sozialkunde und Volkswirtschaftslehre der 12. Klasse Montessori-FOS integrieren. Fachübergreifender Unterricht in Seminarform mit einem externen Bildungspartner- welch ein sinnvolles Angebot! Die Absprachen mit den beteiligten Lehrkräften und der AOK Würzburg verliefen reibungslos.
Interessieren sich aber unsere Montessori-Fachoberschüler und –schülerinnen für das „System der sozialen Sicherung“, z.B. für ihre Rente, die sie erst in ca. 50 Jahren erhalten werden? Wir kennen alle die Aussage von unserem ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (1982 – 1998) Norbert Blüm „Die Rente ist sicher“. Richtig, aber trotzdem nicht ganz richtig. Diese Aussage stammt ursprünglich von Helmut Schmidt (Bundeskanzler der BRD von 1974 bis 1982). Er hat diesen Spruch 1976 (Bundeswahl) im damaligen Wahlkampf in die Welt gesetzt.
Nach dem jeweiligen Lehrplan wurden bereits bestimmte Inhalte zur Sozialversicherung unterrichtet. Hier einige Äußerungen von Montessori-Fachoberschülern und –schülerinnen nach den ersten Stunden Unterricht:
„Was soll mir schon passieren, ich bin gesund und werde nach meinem Fachabitur an der Montessori-Fachoberschule entweder eine berufliche Ausbildung oder ein Studium an einer Fach-hochschule beginnen.“ „Wer arbeiten will findet eine Arbeit, da mache ich mir keine Sorgen.“ „Meine Eltern haben eine Unfallversicherung für mich abgeschlossen.“
Unsere Seminarreferentin, Frau Sabrina Lusch, konnte uns in 90 Minuten in motivierter, interessanter und abwechslungsreicher Weise, die Problematik der sozialen Sicherung in Deutschland vermitteln. Die theoretischen Stoffinhalten wurden von ihr durch praktische Beispiele immer wieder ergänzt. Dadurch erhielten die Schüler und Schülerinnen konkrete Handlungs-beispiele aus dem beruflichen Alltag.
„Wie bin ich aktuell versichert?“ „Wenn ich studiere, welche Versicherungen muss ich abschließen?“ „Wenn ich nicht studiere und eine berufliche Ausbildung beginnen will, was brauche ich dann?“ „Ich weiß noch nicht so richtig, was ich nach dem Fachabitur machen will. Brauche ich dann auch eine Versicherung?“ „Kann ich mich auch privat versichern?“
Diese Fragen und noch viele andere mehr, wurden kompetent und ausführlich besprochen.
Ein herzliches Dankeschön an Frau Sabrina Lusch und an die AOK Würzburg für dieses Seminar.

12. Klasse Montessori-Fachoberschule Würzburg

Comedy meets Schule

Anfang November 2017 inspirierte die Klassenlektüre Funny Girl von Autor Anthony McCarten den 11ten Jahrgang, also uns, sich einen Stand-Up Comedian für einen Workshop an die Schule zu holen. Sein Name war Andy Sauerwein, ein Komiker und Kabarettist direkt hier aus Würzburg, der die Comedy Lounge begründet hat, die jungen Talenten ein Sprungbrett in die Karriere bietet.

Am 10. November um Punkt acht Uhr ging es los. Er betrat unser Klassenzimmer, um mit uns das authentische „lustig Sein“ ein wenig zu üben und unseren Sinn für Humor auf die Probe zu stellen. Wir starteten neben einer kleinen Vorstellrunde zuerst mit ein bisschen Aufwärmtraining, ähnlich wie das, was ich noch aus meiner Zeit im Improvisationstheater in Erinnerung hatte, wie zum Beispiel Namens-, Klatsch- und andere Aufmerksamkeitsübungen. Als wir dann alle relativ fit und munter schienen, testete Andy unsere Gruppendynamik mit einer „Zähl-Runde“. Die Klasse stand also in einem Kreis, Köpfe nach unten gebeugt und wurde aufgefordert bis 20 zu zählen. Und das ohne Absprache. Falls zwei oder mehr Personen eine Zahl gleichzeitig sagten, ging die ganze Runde von vorne los. Kurz und knapp, wir scheiterten kläglich.

Darauf folgten kleine Rollenspiele in eingeteilten Gruppen. Diese Gruppen mussten (unter Anleitung unseres Mentors) zu einem bestimmten Thema und verschiedenen Settings improvisieren. Die Ergebnisse variierten und dennoch endeten die meisten Spiele mit ein bis zwei erfolgreichen Lachern.

Andys zweiter Besuch am 15.11.17 verlief nicht viel anders, außer dass wir es am Ende der „Zähl-Runde“ doch noch bis zur 20 schafften. Die Stimmung lockerte sich merklich im Vergleich zum ersten Workshop. Wir entdeckten sogar ein bis zwei Comedy- und Schauspiel-Talente in unseren eigenen Reihen. Alles in allem fand ich das Projekt gelungen. Unter anderem auch deswegen, da wir uns als doch noch relativ neue Klasse ein Stückchen besser kennenlernen konnten. Und das in mehr als nur einer Rolle.

Yasmin Hemmerich, 11G

In Szene gesetzt - Der Foto-Workshop der 11. Klasse

Am Mittwoch dem 13.06.2018 lud uns der Fotograf Jonas Hahn, ein ehemaliger Montessori-FOS-Schüler, im Rahmen der Fachpraktischen Woche zu einem Fotografie-Workshop in sein Studio „Momentschmiede“ ein.

Zu Beginn wurden wir durch das Studio geführt und bekamen eine Einleitung in die zu erledigenden Aufgaben des Tages. Kurz darauf folgte eine ausführliche Besprechung zur Benutzung des Standard-Equipments wie Kameras, Beleuchtung und Hintergrund. Auch auf verschiedene Faktoren wie Tageslicht und Kameraeinstellungen wurden wir aufmerksam gemacht. Die erste Aufgabe, die uns Jonas gab, bestand darin, Portrait-Aufnahmen vor simplen Hintergründen und mit einfacher Beleuchtung zu schießen. Danach durften wir frei verschiedene Posen, Perspektiven und Lichtquellen austesten.

Nach einer kurzen Mittagspause setzten wir uns an Übungen mit direktem Tageslicht. Wir lernten wie wichtig ISO-Wert und Weißabgleich sein können, wenn man diese als zusätzliche Korrektur braucht. Dann verglichen wir die Fotos aus unseren verschiedenen Gruppen und überarbeiteten diese mit Photoshop Lightroom unter seiner Anweisung.

Das Hauptexperiment unseres Workshops war es, den Moment eines zerplatzenden Wasserballons einzufangen. Nach einer Zeit eifrigen Herumbastelns schafften wir eine Konstellation aus Schnüren und Stativen herzustellen, in deren Mitte wir den Ballon befestigten und ihn ohne Probleme oder Hände im Bild platzen lassen konnten. Die Ergebnisse konnten wir später bestaunen.

Alles in allem war der Workshop sehr locker und informativ und wurde von unserer Klasse gut aufgenommen. Das Experimentieren hat Spaß gemacht und die Ergebnisse lassen sich sehen, auch dank unseres geduldigen Leiters Jonas Hahn.

Yasmin Hemmerich, 11. Klasse

„Amichai und wir“ – eine preiswürdige Begegnung

Alle zwei Jahre findet die Aktion „Würzburg liest ein Buch“ mit vielen Veranstaltungen rund um ein ausgewähltes Buch, dazu gehört immer auch ein Schülerwettbewerb, bei dem sich viele Schulen Würzburgs und darüber hinaus beteiligen. Dieses Jahr war es  der Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ von dem Autor Jehuda Amichai, der als kleiner Junge in Würzburg aufwuchs und rechtzeitig mit seinen  Eltern nach Palästina fliehen konnte. In diesem Werk verarbeitet er eigene Erfahrungen aus seiner Kindheit, die bis zur Machtergreifung der Nazis durchaus glücklich war und auch die Eindrücke einer Reise, die ihn Ende der 50er Jahre nach Würzburg zurückgeführt hatte auf der Suche nach Antworten auf die Frage nach Schuld und Verantwortung. Eine zentrale Rolle spielt darin auch seine Jugendfreundin Ruth, die im Konzentrationslager umkam.

Um uns diesem berührenden, aber nicht einfach zu lesenden Roman zu nähern, luden wir den Referenten Hans Steidle ein, der als ausgemachter Kenner Jehuda Amichais gilt.

In einer Auftaktveranstaltung führte er die Schüler packend und inspirierend in den Roman und seine Hintergründe ein und zeigte anschließend bei einer Stadtführung den Schülern auf, wie nahe uns diese Vergangenheit noch heute ist und wie sie uns in unserem Alltag begegnet, so wir die Zeichen lesen können.

Der Funke sprang über und die Schüler entwickelten vielfältige Ideen für eigenen Projekte in der Auseinandersetzung mit diesem Roman. So entschied sich eine Klasse für einen Motivvergleich mit Wolfgang Borcherts Drama „Draußen vor der Tür“, da beide die Heimkehr in ein Leben, das es nicht mehr gibt, thematisieren – einmal aus der Perspektive eines Täters, einmal aus der Perspektive eines Opfers.

In der gemeinsamen Erarbeitung entstanden viele kreative Ideen für einen animierten Film, von denen einige wie z.B. der aktuelle Bezug durch Interviews mit Geflüchteten, aus Zeitgründen dann doch nicht realisiert werden konnte. Die Storyline wurde gemeinsam entwickelt, dann von einem Schüler gezeichnet und von einem anderen  Schüler eingesprochen und mit eigener Musik unterlegt. Die Jury verlieh dafür den ersten Preis!

Die andere Klasse entschied sich, das Werk unter dem Blickwinkel psychologischer Theorien zu betrachten, woraus sich dann die kreative Umsetzung in ein Hörspiel ergab, das nach dem Instanzenmodell Freuds die innere Zerrissenheit des Protagonisten hörbar macht. Eine andere Gruppe suchte nach den Spuren einer posttraumatischen Belastungsstörung im Verhalten des Protagonisten und analysierte den Verlauf des Werkes dementsprechend. Dafür gab es dann einen dritten Preis.

Aber auch die Leistung der 11. Klässler des Gestaltungszweigs wurde gewürdigt, die Ideen  für alternative Buchcover entwickelten. Insgesamt war die Jury beeindruckt von der Kreativität der Schüler, aber auch von der gut strukturierten  Vorarbeit, die die Grundlage für die kreativen Umsetzungen bildete.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sind gleichzeitig aber auch dankbar für die Gelegenheit zu solch einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem literarischen Werk  und den wertvollen Erfahrungen durch die  Projektarbeit.

Ursula Wagner für die Klassen 12S, 12 WG und 11G

Potenziale der Digitalisierung

Potenziale der Digitalisierung , Impulse für den unterricht an Schulen, so lautete der Titel einer Fortbildung mit der Universitätsdozentin Frau Tanja Golly am 12.3.2018

Der Megatrend Digitalisierung findet zunehmend Einzug in das Bildungssystem. Welche Bedeutung hat dies für die Gestaltung des Unterrichts an den Schulen? Wie können Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer von den Potenzialen digitaler Technologien profitieren? Welche Risiken sind darüber hinaus zu beachten? Diese Fragen stellten wir uns in diesem Workshop.

Eigentlich sind wir in der FOS in diesem Bereich schon gut aufgestellt; unsere Schüler gehören mittlerweile  zu den „Digital Natives“, die gewohnt sind, auf ein gewisses Angebot an digitalen Medien selbstverständlich zuzugreifen. Deshalb haben wir schon seit einigen Jahren genügend Laptops, mit denen in der Studierzeit oder auch im Unterricht gearbeitet werden kann. Zudem ist  jedes Klassenzimmer ist mit einem Beamer, Visualizer und Computer für den Einsatz der Lehrkraft ausgestattet und seit nunmehr zwei Jahren haben wir als Pilotprojekt eine eigene Plattform mit Messanger-Funktion in Betrieb, die über die nötigen Sicherheitsstandards verfügt, die für eine schulische Kommunikation notwendig ist.

In dieser Fortbildung wurden aktuelle Forschungsergebnisse zur Digitalisierung der Lehre vorgestellt und mit Best-Practice Beispielen veranschaulicht. Wichtigster Punkt war die Diskussion über die Möglichkeiten der Digitalisierung in Bezug auf die eigene Unterrichtsgestaltung, speziell  an den Montessori-Schulen. Dies wurde teilweise  kritisch betrachtet, denn die Technologie darf kein Selbstzweck werden, über allem steht das Leitbild der Montessori-Pädagogik, nämlich die Entwicklung von mündigen, autonomen Schülerpersönlichkeiten. Dennoch war die vorherrschende Meinung unter den Pädagogen, dass die Vorteile überwiegen und es ging dann auch gleich um die   die Umsetzung von den Ideen.

So hat uns diese Fortbildung viele Anregungen gegeben und in einen Prozess weiter angestoßen, der uns noch lange beschäftigen wird. Wir sind Frau Golly dankbar für den gelungenen Einstieg in die inhaltliche Arbeit.

Ursula Wagner

Politik hautnah – Gespräch mit MdL Herrn Rosenthal

Im Rahmen des Tages der freien Schulen, hatten wir die Möglichkeit, den SPD Politiker Georg Rosenthal zu treffen. Als ehemaliger Oberbürgermeister Würzburgs und Mitglied des Landtags, bot sich Georg Rosenthal an, unsere Fragen zu seiner Arbeit zu beantworten. Er gab uns einen Überblick zu seiner persönlichen Laufbahn und seiner Tätigkeit im Landtag  in München.

Anschließend wurde eine Fragerunde eröffnet, bei der wir Schüler Herrn Rosenthal zu seiner Arbeit als Politiker befragen durften. Dies bot uns die Möglichkeit, aktuelle Themen, wie etwa die GroKo, zu thematisieren, das politische Geschehen aus erster Hand zu erfahren und die persönliche Meinung sowie politische Anekdoten des SPD Abgeordneten zu hören. So wurden uns Schülern neue Sichtweisen zu vielen Themen, wie z.B. zu einer Minderheitsregierung, vermittelt. Wir durften jedoch auch offen nach Dingen wie etwa dem Gehalt des Abgeordneten oder seiner Meinung zur bundesdeutschen Drogenpolitik fragen.

Insgesamt präsentierte sich Herr Rosenthal uns als ein sehr offener und interessierter Politiker. Als ein Abgeordneter, der sich Zeit für die Bürger nimmt und daran interessiert ist, dass wir unsere Meinung vertreten und wählen gehen. Er hinterließ einen positiven Eindruck, der sicher dazu führte, dass viele Vorurteile gegenüber der Arbeit als Politiker abgebaut und beseitigt werden konnten.

Melissa Kleiß, 12S

 

Schüleraustausch in Belgien

Hallo, mein Name ist David Oduware, ich besuche die Montessori FOS in Würzburg und war einer der insgesamt 58 Jugendlichen und  Aufsichtspersonen die am Projekt „Satelites for Europe“ teilhaben durften.

Acht Delegationen vertraten ihr Land, darunter Spanien, Griechenland, Italien, Finnland, Estland, Nord Irland, Belgien und zwei Gruppen aus Deutschland.

Wieso versammelt man so viele Jugendliche unterschiedlicher Kulturen an einem Ort?

Ein Ziel dieser Projektreihe ist, dass sich Jugendliche von ihren Vorurteilen lösen, sie sich der Verbindenden Kraft einer Union bewusstwerden und natürlich Freundschaften fürs Leben, quer durch Europa aufbauen, welche in manch politischen Beziehung von Bedeutung sein können.

Weitere Bestrebungen des Projektes war es den Ersten Weltkrieg Aufzuarbeiten und das mit jedem Jahr unter einem anderen Aspekt, wie diesjährig Propaganda in Relation mit dem aktuellen Themen „Fake News“, „Alternative Facts“ und Fehlinformation, sowie Methoden diese Aufzuspüren und unvoreingenommen zu Beurteilen.

Dafür hatten wir unsere Medienexpertin Liis Sie plante und betreute uns bei den Workshops, welche Simplen Mindmaps, von uns erstellten Quizzen bis hin zu Video und Audio Materialien beanspruchten.

Mich Faszinierte dabei immer wieder aufs Neue wie sie die Parallelen aufdeckte zu damaliger und heutiger Kriegsführung.

Beispielsweise gab es einen Bewusstseins schärfend Workshop für die 10 Prinzipien der Propaganda, welche sich nicht sonderlich stark von den Ländern Europas unterschieden.

Film-Workshop: Wie erstellt man eigene kleine Dokus oder Lernvideos?

Am Donnerstag, den 12.04.2018 erwartete uns Schüler der elften Klasse eine Überraschung. Michael Vetter, der Leiter unseres Film-Workshops, hatte unser gesamtes Klassenzimmer auf den Kopf gestellt. Die Wände waren auffällig geschmückt mit Diagrammen, Vektoren und verschiedensten Bildern von Filmszenen und Fotografien. Sogar die Fensterbänke waren voll mit Büchern und auf dem Lehrerpult befand sich plötzlich eine Ansammlung von IPads. Was konnte das nur bedeuten?

Herr Vetter fing kurz nach acht Uhr an, uns alles zu erklären. Unser Workshop würde sich hauptsächlich um den Aufbau und die Bearbeitung einer Dokumentation drehen. Nach den ersten Aufwärm- und Kennenlernübungen ging es los. Wir fingen an, uns mit den verschiedenen Arten und Eigenheiten eines "typischen" Dokumentarfilmes zu beschäftigen. Unter anderem auch Sub-Genres wie Scripted-Reality oder Cinemá Verité. Zu jedem dieser Dokumentarfilme sahen wir uns ein kurzes Beispiel an und erstellten gemeinsam eine Mindmap. Das Praktische ließ auch nicht lange auf sich warten. Wir sammelten uns in kleinen Gruppen, besorgten uns jeweils ein IPad und durften nun frei mit Belichtung, Position und schließlich im Kontext eines Interviews arbeiten.

Neben kleinen Unterbrechungen für den theoretischen Teil verbrachten wir fast die meiste Zeit des Workshops learning-by-doing. Michael Vetter zeigte uns die verschiedenen "Shots" einer Szene, die in jeder Art von Film und Fotografie verwendet werden, sowie Basiskenntnisse zu den Vektoren eines Bildes und wie man Schnitte und Fokuspunkte zu seinem Vorteil nutzen kann. All das gemeinsam in einer Gruppe zu erarbeiten, regte auch zum Austausch und Konversation an.

Nach einer Mittagspause einigten wir uns darauf, in einem größeren Format weiterzuarbeiten. In der Innenstadt von Würzburg. Die letzte Aufgabe bestand darin, einen Laden einmal von außen und von innen zu filmen und dabei möglichst viele Variationen von Nahaufnahmen und anderen Shots zu verwenden.

 Als abschließendes Urteil kann ich nur sagen, dass der Workshop eine lehrreiche und umfassende Erfahrung war, die nicht nur unsere Klassendynamik getestet hat, sondern uns auch strukturiert an verschiedene Themenbereiche herangeführt hat. Ein persönlicher Dank geht an Michael Vetter für die Leitung und Unterstützung an diesem Projekt.

Yasmin Hemmerich, 11G

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